Narde – ein Öl spiritueller Freiheit

Narde-web Nardenöl (Nardostachys jatamansi) ist ein seit alter Zeit bekanntes Öl (mit einem Sesquiterpeneanteil von 93%!), gewonnen aus Blüten einer zu den Baldriangewächsen zählenden kleinen, zierlichen Pflanze, die in 3500 bis 5600 m Höhe im Himalaya wächst. Eine Besonderheit der Narde ist, dass die Blüte direkt aus der Wurzel wächst, Blätter wachsen einen einem extra Stiel. Das Öl der Narde (engl. Spikenard) wird aus den Rhizomen gewonnen. Sie wächst wild in Nepal, Bhutan, teilweise auch in China und Japan. Sein Duft ähnelt dem des Indischen Baldrians.
Die Narde gehört zu den ältesten Duftessenzen. Man nutzte es zur Pflege der Gesundheit, aber auch für eher mystische Zwecke.
Im Altertum war Narde ein Öl der Könige und Eingeweihten. Im Grab von TutEnchAmun fand man Reste dieses Balsams. Es galt als heiliges Salböl. Im AT wird es im Hohen Lied des Salomons (Hohelied 1,12 und 4,13) erwähnt, im NT salbt Maria Magdalena Jesus wenige Tage vor seiner Hinrichtung (Mk 14,3 und Joh 12,3).
In der indischen Ayurveda-Medizin gilt Narde als wirksames Mittel zur Beruhigung und zur Stärkung des Bewusstseins.
Im antiken Griechenland und Rom war Narde Bestandteil der damals berühmtesten Duftmischung „Nardinum“, durchaus vergleich im Rang mit dem heutigen Chanel 5.
Narde wurde bereits im Altertum vielseitig verwendet. In seinem Werk „Über therapeutische Substanzen“ empfiehlt der berühmten Arzt Dioskurides im 1. Jh. n.Chr. Narde als „Heilpflanze mit wärmender, austrocknender und harntreibender Fähigkeit“ die deshalb bei Übelkeit, Blähungen, Gebärmutterhals- und Bindehautentzündungen nützlich sei. In der traditionellen Volksmedizin nutze man Narde, neben seiner nerven- und herzstärkenden Wirkung, bei kleineren Verletzungen und Schwellungen, bei Juckreiz oder Entzündungen.
Hier ein Rezept zum Selbstversuch für die Frau mit reiferer Haut (Ü60) : 5 Tr Narde, 5 Tr Orange (nur im Winter!), 5 Tr Geranie auf 50 ml Jojobaöl – trage es regelmäßig auf die Haut auf. (Quelle: Gerti Samel/Barbara Krähmer, Die heilende Energie der ätherischen Öle)

Psychisch wirkt Narde erdend und hat somit einen nervenberuhigenden, Stress reduzierenden und gefühlsausgleichenden Effekt.
Verzweiflung und Wut können mit Narde durch Akzeptanz und Mitgefühl ersetzt werden.
Bei Schlafproblemen gib einen Tropfen Narde auf einen Duftstein oder Tuch neben deinem Bett.
Wenn wir das Gefühl haben, den Boden unter den Füßen zu verlieren, kann das Öl uns unterstützen.
Es gibt Mut und Kraft, sich in Zeiten starker Veränderung dem Unbekannten zustellen. Es erleichtert uns, uns zu sehen wie wir sind,
uns und anderen zu vergeben, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.
Eine schöne, stärkende Mischung ergibt sich aus Narde und YlangYlang zu gleichen Teilen.

Als spirituelles Öl verbindet uns Narde mit der Kraft der Erde und steht mit dem ewigen Teil von uns in Verbindung.
Es ist ein weibliches Öl, gilt als Symbol der Demut, der Würde und der Göttlichkeit in uns. Narde kann uns mehr Sicherheit geben, kann unseren Glauben an eine Energie jenseits unserer physischen Wahrnehmung stärken. Narde ist ein Öl der Hoffnung
Traditionell gehört Narde zu den so genannten ‚Sterbeölen‘, denn es hilft loszulassen, was geschah und inneren Frieden zu finden. Wir können uns aus den selbstgeschmiedeten Ketten erstarrter, lebensfeindlichen Denkstrukturen lösen.
Dieses wunderbare Öl stärkt das Kosmische Band und damit das Vertrauen in eine andere Wirklichkeit jenseits unserer physischen Wahrnehmung.
So ist es nicht verwunderlich, dass Narde einen festen Platz in der Meditation einnimmt.
‚Stabilität – Glaube – Hingabe‘ sind die Impulsworte der Narde.
Probiere doch einmal folgende Mischungen für Meditation und Entspannung:
* je ein Tropfen Narde, Rose, Weihrauch mit zwei Tropfen Myrrhe oder
* je zwei Tropfen Narde, Weihrauch, Myrrhe mit je einem Tropfen Ysop und Rose.
Beide Mischungen kann man mit V6 oder einem Trägeröl mischen und auf die Chakrenpunkte auftragen.

Nardenöl habe ich bei meiner allerersten YoungLiving-Info-Veranstaltung kennen gelernt.
Ich war so begeistert von seinem Duft, dass ich eine kleine Probe tagelang bei mir trug und mich die wunderbaren ätherischen Düfte von YoungLiving seitdem nie wieder losgelassen haben.

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P.S.: Die bislang veröffentlichen Texte zu den Rauhnächten findest Du hier.

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